In einem Haus am Waldesrand
ein Kind allein am Fenster stand
hat dort ein schönes Lied gesungen
das in der Stille laut geklungen
Der Herr der Hitze und der Flammen
hat bald die Melodie empfangen
und wurde zornig auf das Kind
das dort am Fenster Lieder singt
Drum dort im Haus am Waldesrand
das Feuer seinen Spielplatz fand
und darum hat der Herr der Flammen
sein böses Spiel dort angefangen
Und dort im Dachstuhl sitzt das Kind
das schon den ganzen Abend singt
und als die Flammen es dort hören
wollten sie das Liedlein stören
drum fingen sie das Kind dort ein
das unterm Dach saß ganz allein
und immer weiter singt und singt
das Lied dass in die Nacht erklingt
Verbranntes Fleisch liegt in der Luft
und der Herr der Flammen ruft
die Winde noch zu seinen Seiten
die ungestümen Donner reiten
doch trotzdem weiter singt das Kind
und das Lied erfasst den Wind
und dieser konnt es nicht ertragen
dass Kinderstimmen lauter waren
Und weil der Wind dies nicht ertrug
obwohl er Blitz und Donner schlug
da ging um's Haus der Zorn des Winds'
und drinnen sang und sang das Kind
Die Flammen kannten kein Erbarmen
der Feuerherr wollt es umarmen
er wollt das Kind mit Flammenzungen
zwingen endlich zu verstummen
das Kind sank brennend auf die Knie
doch sang es weiter die Melodie
Wind und Feuer ist's nicht gelungen
des Kindes Stimme zu verstummen
drum wurd es beider böser Fluch
und immer wenn der Wind heut ruft
und Feuer neues Futter find
hört man es singen dieses Kind
Freitag, 9. April 2010
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