Mittwoch, 7. April 2010

Unter Eichen

Unter Bäumen soll man Träumen,
so schlief ich bei Eichen ein
und die Erinnerung des Baumes
schlich sich in meinen Traum hinein

und so träumte ich von jener Zeit
als eine Burg stand hoch am Berge
sonst kein Haus war weit und breit
das meines Blickes habhaft werde

Nur die alte Eiche stand schon dort
und ein kleiner Quell floss leise
an dem friedlich, schönen Ort
und in den Blättern sang die Meise

Da kam ein kühner Rittersmann
dem Blut aus einer Wunde floss
den schmaler Weg zur Eich entlang
und hinter ihm sein kleiner Tross

Der Ritter der sank an die Eiche
das Blut rann in den schwachen Strom
er bat dass man ihm Wasser reiche
und schickte seinen Tross davon

sie hatten eine Schlacht verloren
und so der Tross floh weiter fort
Der Tod den Ritter auserkoren
man lies ihn liegen, lies in dort

So starb der Ritter unterm Baum
sein Tross war längst im Wald verschwunden
da schritt der Tod zum Waldessaum
und so erlag er seinen Wunden